childrens-book-illustrations

drawings and paintings

2015
15 x 15 - verschiedene Motive, Mischtechnik auf Papier: Collage/ Monotypie/ Tusche/ Marker/ Kreide/ Acryl/ Aquarell/ Bleistift, je 15 x 15 cm
2015
Jimmy’s Standl, Aquarell/ Tinte auf Papier, 21 x 29,5 cm
2014
Ballohnfahrt, Aquarell/ Tinte auf Papier, 24 x 32 cm
2015
Quallen, Aquarell/Tinte auf Papier, 10,5 x 14,8 cm

postkarten

Postkartenserie „something“ 01-06, Collage/ Tuschestift/ Acryl, je 18,4 x 10,5 cm

mixed media

2011
Lichtdenkmal für Grazer Straßenmusikanten

Oftmals gehen wir an StraßenmusikerInnen vorbei, ohne sie bewusst wahrzunehmen. doch sie sind Menschen, die Beachtung verdienen. mit meiner Arbeit will ich auf ein aktives Bewusstsein der Straßenmusik gegenüber aufmerksam machen und ihr im bildlichen sinne ein Ohr leihen. Die Arbeit soll als eine freiwillige spende an Aufmerksamkeit für Straßenmusik zu verstehen sein und die restriktive Funktion des Bewusstseins erweitern. die sinnliche Wahrnehmung soll hiermit neu sichtbar gemacht und in ein neues licht gerückt werden: Eine Hommage an die Grazer Straßenmusik.
Diplomarbeit zum Thema „Graz“ – Meisterklasse für Kunst und Gestaltung - Malerei

lichtinstallation

2012
Freiraum.

„Der Mensch ist frei wie ein Vogel im Käfig. Er kann sich innerhalb gewisser Grenzen bewegen.“ - Johann Kaspar Lavater
Wie frei bin ich wirklich? Wo liegt die Grenze der Freiheit? Inwieweit baut sich der Mensch innerhalb seines Lebens ein eigenes konstruiertes Gefängnis?
Die Installation „Freiraum“ von Clara Frühwirth greift diese Fragen auf und lädt die Rezipientinnen zu einem Prozess der Selbstreflexion ein. Wie viel ist der Mensch bereit, als Individuum im Alltag von sich Preis zu geben und welche Emotionen und Wesenszüge bleiben im Inneren verborgen - im Käfig gehalten?
Der „Raum in Raum“ als zentraler Ausgangspunkt der Lichtinstallation dynamisiert den Dialog, der zwischen Objekt und Architektur vermittelt. Während die natürlichen Lichtquellen – die vergitterten Fenster sowie die nur durch ein Vogelgitter von der Außenwelt getrennte Öffnung an der Decke des Raumes – ein Verweis auf das Äußere impliziert, suggerieren sie zugleich den Eindruck eines begrenzten Raumes - offen und abgegrenzt zugleich. Während man als Mensch üblicherweise die Freiheit hat, einen Raum mehr oder minder freiwillig zu betreten und wieder zu verlassen, verweisen die geöffneten Türen der Vogelkäfige auf die spannungsgeladene Ambivalenz von „frei“ und „gefangen“.
Der künstliche Käfig mit scheinbar geöffneten Türen in einer halbgeschlossenen Raumsituation konfrontiert das Individuum mit der Frage nach der imaginären Freiheit.
Die Auseinandersetzung zwischen Außen und Innen wird nicht nur durch die natürlichen Lichtquellen im Kontrast zu den künstlichen Neonröhren symbolisiert, sondern auch durch die Geräuschkulisse, einer Mischung aus Vogelgezwitscher und Besucherlärm. Luft, die durch die offene Decke die Käfige leicht bewegt, verdeutlicht zudem die Dynamik, die aufgrund der architektonischen Situation zwischen Freiheit und Gefangensein entsteht. So auch die Leuchtmittel, mit denen das Innere der Käfige bespielt wird. Sie leuchten grün und sind symbolische Vertreter der Aussage „Grünes Licht geben“, der Aufforderung, etwas beziehungsweise sich zu bewegen. Die Scheinwerfer an den Wänden erzeugen einen filigranen Schattenwurf, der die Komplexität von Freiheit verdeutlicht.
Der Blick von außen ist der Blick von Innen – ein immerwährendes Szenario, das Perpetuum mobile unserer Gesellschaft.
Text: Anna Kohlhauser

Anlässlich der Jubiläumsausstellung Kunstraum: („Utopie“ und) Realität
Eröffnung: Freitag, 1. Juni 2012, 19.00 Uhr - 6. Oktober 2012
Ort: Hauptgebäude der Karl-Franzens-Universität, 8010 Graz, Universitätsplatz 3, KG
Lichttechnik: Alain Mimba
Fotodokumentation: Johanna Bonsels

fremdkörper?

2012
„Puppen sind leblose Körper, die erst durch Gestaltung zum Leben erwachen.“ Das Projekt „FREMDKÖRPER?“ zeigt auf, inwieweit der Einfluss von außen identitätsstiftend für das Ich, das eigene Leben wirkt. Die Puppen werden hierbei als Metapher für die Macht der Gesellschaft verstanden, durch die man sich anhand von Selbstinszenierung - die bereits bei der Wahl der Kleidung oder der Frisur beginnt - die Wünsche, Ideale und Ansprüche der Allgemeinheit aneignet, sei es in angepasster oder ablehnender Form.
Dass sich der Identitätskonflikt dann zuspitzt, wenn man als Fremde/Fremder in ein neues Land kommt, ist verständlich. Die Zahl minderjähriger Flüchtlinge, die in die Steiermark kommen, nimmt weiterhin zu. Was passiert mit der eigenen Identität, wenn man mit neuen kulturellen Vorstellungen konfrontiert wird? Welche Träume, Ideale und Hoffnungen werden dabei erfüllt, welche bleiben unerfüllt? Will man nach außen hin ein Individuum, oder gar offensichtlich fremd sein? Gemeinsam mit Jugendlichen aus dem Flüchtlingsheim der Diakonie in Deutschfeistritz werden drei Schaufensterpuppen gestaltet, die die emotionale Spannung veranschaulichen. Die Arbeit findet im Rahmen des Kollegs für Sozialpädagogik in Graz statt.
Es entstehen drei Figuren, die dem Begriff „kulturelle Vielfalt“ Gestalt geben. Die Jugendlichen verleihen den Puppen ein „neues Gewand“ - ein Hinweis auf die neue Identität, den Beginn eines neuen Abschnitts - ein Sujet, mit dem nicht nur Flüchtlinge, sondern Jugendliche im Allgemeinen konfrontiert werden. Allen TeilnehmerInnen soll die Möglichkeit gegeben werden, ihre Träume, Ideale, Wünsche oder Vorstellungen von innen nach außen zu kehren. Dass hier Fantasie und Realität ineinander fließen, ist die logische Konsequenz des jugendlichen Identitätskonflikts.
Die Puppen sind schließlich das Herzstück einer Zugreise von Deutschfeistritz nach Graz. Am Ziel diese Reise, dem Grazer Hauptbahnhof, mischen sich die UrheberInnen mit ihren Kunstwerken unter die Menge. Dabei begegnen die vermeintlich „bunten Fremdkörper“ endlich dem Trubel des Alltags und fungieren dabei nicht wie vielleicht angenommen als Störung des gegebenen Bildes. Vielmehr erregen die Puppen Aufmerksamkeit im positiven Sinne, indem sie den Menschen in seiner Vielfalt repräsentieren und zur Identität des öffentlichen Raums beitragen.
„Ein jeder trägt eine produktive Einzigkeit in sich, als den Kern seines Wesens; und wenn er sich dieser Einzigkeit bewußt wird, erscheint um ihn ein fremdartiger Glanz, der des Ungewöhnlichen.“ - Friedrich Nietzsche

Text: Anna Kohlhauser
Arbeitsprozess/Deutschfeistritz: Mimba Alain
Fotodokumentation: Johanna Bonsels